MARMELADE AUS DER EIGENEN KÜCHE


Ob mit saisonalen Früchten aus dem Supermarkt oder geerntetem Obst aus dem eigenen Garten – selbst gemachte Marmelade schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch ein tolles Geschenk zu Weihnachten. Wer Marmelade selber kocht, weiß nicht nur genau was drinnen ist, sondern kann auch einen ganz eigenen Geschmack kreieren. Ob süß, fruchtig, samtig, mit Stückchen, gewürzt oder mit etwas Alkohol. Mit einem einfachen Grundrezept steht der eigenen Experimentierfreude in der Küche nicht mehr viel im Weg. Marmelade selbst zu machen hat aber nicht nur viele Vorteile, sondern kann auch Spaß machen. Gerade Kinder können hierbei super helfen und freuen sich sicherlich über die eine oder andere Nascherei zwischendurch.


Das Grundrezept

Um Marmelade zu kochen, brauchen Sie Gelierzucker und Früchte Ihrer Wahl. Die Früchte werden zuerst gewaschen und dann vorbereitet. Das heißt bei Beeren entstielen, bei anderen Fruchtsorten schälen und entkernen. Gerade wenn das Obst noch etwas härter oder größer ist, etwa eine Birne oder Aprikose, werden die Früchte kleingeschnitten und in Wasser weichgekocht. Wer eine Marmelade ganz ohne Stückchen möchte, kann das Obst vorher pürieren und durch ein Sieb streichen. Geben Sie dann den Gelierzucker hinzu, verarbeiten Sie die Mischung bei mittlerer Hitze durch stetiges Rühren zu einem Mus und verfeinern Sie den Geschmack nach Bedarf. Die Marmelade sollte dabei ein paar Minuten aufkochen. Zu lange sollte sie aber auch nicht auf dem Herd stehen, sonst kann sie an Farbe und Geschmack verlieren. Sobald die Marmelade fertig ist, sollte sie dickflüssig vom Löffel tropfen. Wer ganz sicher gehen will, kann ein paar Tropfen auch auf einen kühlen Teller geben und kurz warten, bis sie ausgekühlt sind. Sind sie dann fest, ist die Marmelade fertig und kann in Gläser gefüllt werden.


Von Zucker und Geliermittel

Zucker macht die Marmelade nicht nur einfach süß, sondern konserviert sie auch und sorgt (bei Gelierzucker) für ihre gelartige Konsistenz. Für einen süßen oder fruchtigen Geschmack ist der richtige Zuckeranteil entscheidend. Gängig ist eine 1:1 Mischung, d.h. auf 500 g Früchte kommen 500 g Zucker. Wer es fruchtiger mag, passt dieses Verhältnis entsprechend an. Das kann dann 2:1, also 500 g Früchte und 250 g Zucker, oder irgendwo dazwischen liegen. Denn: es kommt letztendlich auf Ihren Geschmack an. Erfahrung macht hier den Meister.

Das, was in Gelierzucker geliert ist übrigens das Geliermittel Pektin. Das gibt’s aber natürlich nicht nur im Supermarkt-Zucker, sondern auch in unterschiedlicher Höhe in jeder Obstsorte. Je nach Obstsorte geliert die Marmelade also schneller oder langsamer. Obst mit hohem Pektingehalt sind z.B. Äpfel, Blaubeeren, Quitten und Stachelbeeren. Mittleren Pektingehalt haben unter anderem Pflaumen Brombeeren, Birnen und Himbeeren. Trauben, Erdbeeren und Kirchen sind Früchte mit einem niedrigen Pektingehalt.


Marmelade Zuckerfrei

Für jeden, der lieber auf raffinierten Zucker verzichtet, kann das Obst auch mit natürlichen Süßungsmitteln einkochen. Dazu eignen sich Honig, Rübenzucker oder Ahornsirup. Alternative Geliermittel sind z.B. Agar oder Guarmehl. Zitronensaft unterstützt hier den Gelierprozess.


Die richtigen Gläser

Ist die Marmelade fertig, muss sie nur noch in Gläser abgefüllt und verschlossen werden. Damit man auch noch nach einem Jahr keine böse Überraschung erlebt, wenn man die Gläser öffnet, sollte man hier auf ein paar Dinge achten.

Die Gläser müssen zuerst sorgfältig ausgekocht werden. Heißes Wasser sterilisiert die Gläser. Gleiches gilt auch für die Deckel. Die Gläser sollten dann auch nicht abgetrocknet werden. Mit einem Trichter kann dann die Marmelade in die Gläser gefüllt werden. Lassen Sie hier nicht zu viel Platz, sondern füllen Sie die Gläser ruhig randvoll auf. Dann heißt es nur noch Deckel drauf und alles fest verschließen. Gegen Luftblasen kann das Glas ein paar Minuten auf den Kopf gestellt werden, bevor Sie es wieder umdrehen und an einem kühlen Ort lagern.